Raubkunst im Museum Aschersleben?

Seit über 70 Jahren gehört die NS-Zeit glücklicherweise der Vergangenheit an. Doch noch immer beschäftigt Deutschland das Erbe dieser Zeit. Unter anderem die Museen im Lande, die wissen möchten, ob sich Raubkunst in ihren Depots befindet. Ein Provinienzforscher hat sich auch die Bestände im städtischen Museum Aschersleben angeschaut und fand verdächtige Exponate.

Das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste hat ein Projekt gefördert, bei dem der Museumsverband Sachsen-Anhalts in einem Erst-Check zunächst grob herausfinden wollte, ob in den kleineren Museen des Landes auch zweifelhafte Ausstellungsstücke lagern. Fünf Häuser beteiligten sich an dem Projekt – darunter auch das städtische Museum Aschersleben. Mathias Deinert durchforstete wie ein Detektiv die Eingangsbücher und verglich sie mit den Bestandslisten. (Details dazu kann man hier nachlesen)

Und tatsächlich gibt es auch in Aschersleben Museumsgegenstände, deren Herkunft nicht ganz klar ist. Der Erst-Check des Forschers und seine Ergebnisse bedeuten natürlich nicht, dass das Museum die guten Stücke herausgeben muss. Im hiesigen Fall sind es zum Beispiel Gegenstände aus der Afrika-Sammlung des Hauses. Vielmehr bietet die erste Sichtung einen Ansatzpunkt für weitergehende Forschungen in den kommenden Jahren. Das Museum selbst unterstützt die Bemühungen des Museumsverbandes und des Zentrums für Kulturgutverluste, schließlich trage man eine geschichtliche Verantwortung, meinte auch Museumsleiterin Luisa Töpel.

Was genau in Aschersleben passierte, erklärt ein kurzer Film.

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